Avalanche Trainings Center Mägisalp

Nichts ist so wichtig wie die schnelle Kameradenrettung mit dem LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) im Ernstfall. Die ersten drei Minuten sind für den Verschütteten überlebenswichtig. Neben der einwandfreien Handhabung des persönlichen LVS Gerätes wird hier rasches Orten geübt. Obwohl sich viele der Freerider mit LVS-Geräten ausrüsten, sind sie im Ernstfall nach Erfahrung von Experten mehr als 50% mit der Handhabung überfordert. 

Lawinenverschütteten-Suchgeräte basieren auf dem Prinzip der Kameradenrettung. Dies bedeutet, dass die Verschütteten von andern Gruppenmitgliedern sofort nach dem Lawinenniedergang geortet und geborgen werden. Die Rettung von Verschütteten ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Auch die in den letzten Jahren neu auf den Markt gekommenen digitalen Geräte machen da keine Ausnahme, im Gegenteil, wer im Ernstfall unter Stress mit dem Suchgerät nicht vertraut ist, wird wertvolle Zeit verlieren. Die Ausbildung muss unter realistischen und reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden und vor allem auch Mehrfachverschüttungen mit einschliessen. Mit den neuen Trainingsanlagen kann die korrekte Anwendung der Lawinenverschütteten- Suchgeräte jetzt erstmals unter realistischen Bedingungen trainiert werden. 

Das Trainingsgelände besteht sinnvollerweise aus einer Zone von ca. 80 x 80 m in mässig steilem Gelände und stellt so einen realistischen Lawinenkegel dar. In dieser Zone befinden sich max. 16 in verschiedenen Tiefen im Schnee vergrabene LVS-Sender, welche dank der grossen Batterieautonomie den ganzen Winter im Schnee verbleiben können. Von einer Steuerzentrale aus werden die LVS-Sender mittels Funk-Befehl aktiviert. Es ist damit möglich, den richtigen Gebrauch des Suchgeräts in einer wirklichkeitsnahen Situation zu üben, da die Trainierenden die Platzierung der Sender nicht kennen. Die Elektronik ermöglicht zudem die Aktivierung von einem oder mehreren LVS- Sender nach dem Zufallsprinzip. So können auch Situationen mit Mehrfachverschütteten effizient trainiert werden. Ein Ausgraben der LVS-Sender nach der Feinortung ist nicht erforderlich, da die endgültige Lokalisierung mit der Lawinensonde erfolgt. Sobald der Suchende gezielt mit der Sonde auf die Tastfläche stösst, wird der Treffer auch an die Steuerzentrale übermittelt und dort angezeigt.
 
Hauptmerkmale 
• Fest installierte Steuerzentrale oder mobiles Steuergerät 
• Max. 16 fernsteuerbare LVS-Sender mit einer Batterieautonomie für eine ganze Wintersaison 
• Kompatibel mit allen Typen von Lawinenverschütteten- Suchgeräten 
• Einfach- und Mehrfachverschütteten-Suche 
• Sondentreffer-Anzeige im LVS des Suchenden sowie an der Steuerzentrale 
• Wartungsfreier Betrieb

 
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